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Land­schafts­pfle­ge mit Weit­blick – das konn­te der Neu­mark­ter Unter­neh­mer­stamm­tisch Nach­hal­tig­keit am Schanz­berg bei Unter­wie­senacker ken­nen­ler­nen.

August 2025

Der weit­hin sicht­ba­re Schanz­berg bei Unter­wie­senacker mit sei­nen groß­flä­chi­gen Kalk­ma­ger­ra­sen und Wachol­der­hei­den war das Ziel der Som­mer-Exkur­si­on des Neu­mark­ter Unter­neh­mer­stamm­ti­sches Nach­hal­tig­keit.

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team von Neu­mark­ter Lamms­bräu und Land­schafts­pfle­ge­ver­band Neu­markt i.d.OPf. e.V. hat die­ses Ziel aus­ge­wählt, um den Teil­neh­men­den am Bei­spiel des Schanz­bergs die Arbeit des Land­schafts­pfle­ge­ver­bands, der heu­er sein 30-Jahr-Jubi­lä­um hat, näher­zu­brin­gen.
Die Pfle­ge des ins­ge­samt fast 20 ha gro­ßen bewei­de­ten Mager­ra­sens am Schanz­berg steht exem­pla­risch für die jähr­lich rund 150 Land­schafts­pfle­ge­maß­nah­men, die der Ver­band im gesam­ten Land­kreis umsetzt, erläu­ter­te Wer­ner Thu­mann, der Geschäfts­füh­rer des Ver­bands, der die Grup­pe führ­te.

Bei der Land­schafts­pfle­ge im Land­kreis haben Opti­mie­rung und auch Wie­der­her­stel­lung von Kalk­ma­ger­ra­sen eine sehr hohe Bedeu­tung. Sie prä­gen ganz beson­ders unse­re Land­schaf­ten im Jura und sind nach dem Natur­schutz­ge­setz geschütz­te Bio­to­pe. Nir­gends las­sen sich so vie­le, meist gefähr­de­te Arten fin­den, wie hier auf die­sen kar­gen, fel­si­gen Flä­chen.
So befin­det sich am Schanz­berg land­kreis­weit eines der größ­ten Vor­kom­men der Küchen­schel­le (Pul­sa­til­la vul­ga­ris), die sich hier auf kargs­tem Grund rich­tig wohl fühlt und bay­ern­weit gefähr­det ist.
Da der Berg durch die Früh­jahrs- und Früh­som­mer­tro­cken­heit fast kom­plett „aus­ge­brannt“ war, konn­ten nur weni­ge der hier typi­scher­wei­se vor­kom­men­den Pflan­zen ent­deckt wer­den. Aber hie und da war das Dun­kel­ro­sa des Thy­mi­an oder das Son­nen­gelb des Son­nen­rös­chen zu ent­de­cken.

Der für die Wachol­der­hei­de namens­ge­ben­de Baum, der mit sei­nem oft sehr mar­kan­ten Wuchs­for­men das Land­schafts­bild prägt, stieß bei den Teil­neh­men­den auf beson­de­res Inter­es­se, trägt er doch die nütz­li­chen Wachol­der­bee­ren. Aller­dings nicht jeder Wachol­der trägt Früch­te. Das kommt daher, dass der Wachol­der eine der ganz weni­gen hei­mi­schen Arten ist, der zwei­häu­sig ist. Das bedeu­tet, dass es rei­ne männ­li­che und rei­ne weib­li­che Exem­pla­re gibt. Und die Früch­te sind dann natür­lich nur auf den weib­li­chen Pflan­zen zu fin­den.

Der groß­flä­chi­ge Schanz­berg wird von einem Wan­der­schä­fer bewei­det, der zwei­mal im Jahr für jeweils ca. 10 Tage hier vor­bei­kommt.

Die Land­schafts­pfle­ge­ar­bei­ten, wie Ent­bu­schun­gen, Nach­pfle­ge von star­ken Schle­hen­wie­der­aus­trie­ben, die Ver­jün­gung alter, meist fast zusam­men­ge­bro­che­ner Hecken oder das Aus­schnei­den eines Wei­de­durch­triebs zur Schaft­rän­ke wer­den hier von Beginn an von Land­wir­ten aus Unter­wie­senacker geleis­tet, erläu­tert Wer­ner Thu­mann zum Abschluss des Rund­gangs am Hoch­pla­teau des Schanz­bergs, der wei­te Aus­bli­cke bot.

Der Neu­mark­ter Unter­neh­mer­stamm­tisch Nach­hal­tig­keit unter­wegs am Schanz­berg bei Unter­wie­senacker. Der Wachol­der war nur einer von etli­chen Pflan­zen, die dabei ent­deckt wer­den konn­ten. (Foto­au­to­rin: Simo­ne Spang­ler)

Pres­se­kon­takt:

Agnes Hof­mann
Land­schafts­pfle­ge­ver­band Neu­markt i.d.OPf. e.V.
Nürn­ber­ger Str. 1, 92318 Neu­markt, Tel. 09181/ 470‑1383

Simo­ne Spang­ler
Neu­mark­ter Lamms­bräu
Amber­ger Str. 1, 92318 Neu­markt, Tel. 0151 5600 77 15